Feuchte Wände haben Folgen
Geposted am | Februar 24, 2010
Feuchte Wände lösen eine Kettenreaktion aus. Egal, ob die Feuchte durch Kondensfeuchte, also durch kalte Mauern, durch Wärmebrücken oder durch Lüftungsfehler entsteht, die Feuchte auf der Maueroberfläche ist immer Nährboden für Schimmel und Bakterien.
Aber nicht nur das, feuchte Wände werden auch schnell zur Ursache für feuchte Mauern. Und wenn wir erst einmal die Feuchte im Mauerwerk haben, dann ist es schwer, das Problem wieder komplett auszumerzen.
Alles beginnt damit, dass wir falsch lüften oder dass wir Wärmebrücken nicht beachten und der Kondensfeuchte zu wenig Augenmerk widmen. Früher, als unsere Häuser noch Kalkanstriche hatten und gesunde atmende Wände, wurde jede Mauer mit vorübergehender Luftfeuchte fertig. Heute, wo wir es hin gekriegt haben, dass wir mit Chemie und wasserdichten Farben unsere vier Wände zu Käseglocken gemacht haben, die nicht mehr atmen können, bleibt die Feuchte auf der Wandoberfläche. Und das ist es. Diese Feuchte auf den Wänden kann nicht mehr schnell genug abdampfen, sie bleibt stehen und damit ist sie ein guter Nährboden für Schimmel und Bakterien. Ein Internist meinte zu mir: „in meinem Wartezimmer sitzen viele Menschen mit Allergien, Gelenk- und Rheumabeschwerden, denen würden die Augen übergehen, wenn ich ihnen sage, dass sie als Kinder in Räumen mit feuchten Wänden, Schimmel- und Bakterienbelastung gelebt haben.“
Feuchte Wände sind immer nur der Anfang vom großen Übel. Achten Sie darauf, dass der Putz Ihrer Wände atmen kann, dass die Farben diffusionsfähig sind, dann haben Sie schon das halbe Problem gelöst. Wenn Sie dann noch klug lüften, dann brauchen Sie keine Chemie, kein Schimmel-Ex und kein Gift. Das alles verschlechtert nur Ihre Wohn- und Lebensqualität.
Werner Büsch Vorsitzender des BIODOM e.V. – Initiative für Gesundes Wohnen